Theres und Res Zimmermann sind unsere Nachbarn und wohnen schon über 25 Jahre hier. Seit August 2020 ist Res pensioniert und geniesst die Freizeit mit allerlei Hobbys wie Velofahren, Wandern und Skifahren.
Am liebsten ist er in der Innerschweizer Bergwelt unterwegs. Und die schneefreie Jahreszeit, wenn die Temperaturen über 15 Grad steigen, geniessen beide die Ruhe auf der Engstlenalp.
Die Engstlenalp ist eine Hochalp auf einer Höhe von 1834 m ü. M. in der Gemeinde Innertkirchen im Kanton Bern. 


Res hatte vor zwei Jahren die Idee, den Kanton Aargau möglichst genau auf der Grenzlinie zu umwandern. Dank perfektem Kartenmaterial, das man ja problemlos herunterladen kann, ist das eigentlich kein Problem. 

Nur wandern muss man selber. 

Gestartet ist Res am Rhein in Kaiserstuhl und umwanderte den Aargau im Uhrzeigerrichtung. Die ersten Etappen führten über den Sanzenberg Richtung Schneisingen, dann weiter über die Lägern nach Oetwil an der Limmat. Dann ging es etappenweise weiter über Bergdietikon, Rudolfstetten-Friedlisberg und Arni-Islisberg Richtung Jonen, weiter der Reuss entlang bis nach Sins, Oberrüti und Dietwil an den südlichsten Punkt des Kantons. 

Über den Horben, vorbei am Flugplatz Buttwil, ging es hinunter an den Hallwilersee. Mit einem kleinen Abstecher ins luzernische Mosen – den Hallwilersee durchschwimmen wollte er nicht –  führte die Wanderung wieder aufwärts in den Weiler Niederwil und über den Stierenberg hinunter nach Reinach. Durch den Schiltwald aufwärts und dann wieder hinunter an die Suhre und weiter via Strengelbach und Brittnau gings in den äussersten westlichen Zipfel bei Murgenthal.

Die nächsten Etappen führten der Aare entlang nach Aarburg und Richtung Olten, hinauf aufs Sälischlössli und über den Engelberg wieder hinunter nach Walterswil/Safenwil. Von dort ging die Wanderung hinüber nach Wöschnau/Aarau und weiter nach Erlinsbach, einem neuen Etappenziel. Ein stetes Auf und Ab.


Details: Länge: 366.8 km / Höhenmeter: 8372 aufwärts, 8171 abwärts / Total 17 Etappen / Geschätzte Wanderzeit: 96 Stunden, 47 Minuten



Und ab Erlinsbach war auch ich dabei. Und auch einiges an Fotomaterial, was wir dann auf den weiteren Etappen immer wieder gemacht haben.

Am 12. Oktober 2019 führte die 11. Etappe von Erlinsbach über den höchsten Punkt im Aargau, die Geissflue, nach Anwil im Kanton Baselland. Interessant an dieser Etappe war, dass wir gleich auf drei Kantonsgrenzen – Aargau, Solothurn und Baselland – wanderten.

Ausgangs Erlinsbach gings gleich mal steil aufwärts Richtung Barmelweid und weiter aufwärts auf die Geissflue, 963 Meter über Meer. Unweit davon entfernt steht der «Drei-Kantone-Grenzstein». Nach der Saalhöhe führte der Weg nordwärts Richtung Burg mit einer wunderbaren Weitsicht übers Fricktal hinüber in den Schwarzwald. Dann gings hinunter auf die Verbindungsstrasse Kienberg-Frick, um dann nach einem unendlich lange ansteigend das Etappenziel Anwil zu erreichen.

Aber die Stärkung im Jägerstübli hat allen Stress vergessen gemacht.


Details: Länge: 21 km / Höhenmeter: 971 aufwärts, 771 abwärts / Dauer: rund 6.15 Stunden

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Am Dienstag, 30. Juni 2020, führte die 12. Etappe über die Tafeljurahöhen von Anwil nach Maisprach. Natürlich auch auf dieser Route möglichst exakt auf der Grenze. Aber in Anbetracht der wunderbaren Naturlandschaften benützten wir immer Wald- und Feldwege. Hin und wieder ging es trotzdem quer durch den Wald, um wieder einen der vielen Grenzsteine zu suchen und zu fotografieren.
Von Anwil ging es entlang der Grenze  hinauf Richtung Tiersteinberg ob Wittnau, dann nach Links Richtung Asphof ob Rothenfluh oder Hemmiken mit Sicht auf die Farnsburg und vorbei an Bauernhöfen über den Rigiberg hinauf zum Aussichtsturm «Sunneberg» ob Maisprach. Eine fantastische Naturlandschaft mit üppiger Vegetation erwarte uns auf dieser Etappe. Seltene Tiere bewunderten uns – oder wir sie. Und stets eine wunderbare Aussicht über das Oberbaselbiet.
Steil hinunter führte der Grenzpfad auf die Verbindungsstrasse von Möhlin nach Maisprach, dann weiter durch weitläufige Kirschenplantagen – natürlich mit Versuecherli – zum nächsten Etappenziel Maisprach.

Und natürlich schmeckte das Bier auch hier im Restaurant zum Kloster.


Details: Länge: 22.7 km / Höhenmeter: 560 aufwärts, 750 abwärts / Dauer: rund 6 Stunden

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